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 | Dissioative Störungen / Multiple Persönlichkeitsst |
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Der Begriff: Dissoziieren & Dissoziation
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Dissoziieren Jeder Mensch hat mehr oder weniger ausgeprägt die Fähigkeit, dissoziieren zu können. Man fährt den Weg zur Arbeit so oft, der ist einen schon so bekannt, dass man den im Traum fahren könnte. Manchmal ist man in Gedanken versunken und ist auf einmal schon auf der Arbeit. Man hat von dem Weg nichts mitbekommen, zumindest kann man sich nicht mehr daran erinnern. Das passiert jedem Menschen mal. Aber bei multiplen Persönlichkeiten ist es so, dass in der Zeit eine andere da war. Eine andere, die ihre eigenen Erinnerungen, Bedürfnisse und Wünsche hat.
Der Begriff "Dissoziation" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Trennung" oder "Zerfall". Im Bereich der klinischen Psychologie und Psychiatrie versteht man unter Dissoziation, dass normalerweise zusammengehörige Informationen, Wahrnehmungen, Gedanken etc. nicht miteinander in Verbindung gebracht werden können.
Zwei oder mehr mentale Inhalte oder Prozesse, die normalerweise miteinander in Verbindung stehen (z.B. Bilder eines Erlebnisses, dazugehörige Gefühle und im Gedächtnis gespeicherte Erfahrungen aus früheren Situationen), werden nicht miteinander in Beziehung gesetzt und dadurch nicht in Bewusstsein, Gedächtnis und/oder Selbstbild integriert. Hiervon können unterschiedliche mentale Inhalte wie z.B. Sinneseindrücke, Gedanken, Erinnerungen, Gefühle, Körperempfindungen, Handlungsimpulse oder Bewegungsabläufe betroffen sein.
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Wozu ist DISS/ MPS gut und wann nicht mehr?
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Es ist ein sehr dicker Schutzmantel. Dem Kind wird ermöglicht als eine der Personen, denen “nichts passiert” (sie wissen natürlich nur nichts davon), ein mehr oder weniger normales Leben zu führen. Die unerträglichen Erinnerungen an die Geschehnisse sind so nicht ständig präsent. Die Fähigkeit zu spalten, wird zu einer Lebensstrategie.
Solange man als kleines Kind im Umfeld der Täter ist, sich nicht wehren kann, ermöglicht MPS das Überleben. Aber bereits im Grundschulalter, wo sich das Opfer an Lehrer oder andere Vertrauenspersonen wenden könnte verhindern die inneren Abläufe in einem DISS/MPS-”System”, dass Informationen nach Außen gelangen. So wird das Leiden unnötig verlängert. Später, wenn die Person erwachsen ist, können einzelne Innenpersonen den Kontakt zu den Tätern aufrecht erhalten, auch wenn nun eigentlich die räumliche Distanz für Sicherheit sorgen könnte.
Durch die unterschiedlichen Personen gibt es aber auch viele Alltagsprobleme, da jede Person, die nach draußen gelangt, versucht ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen. Z.B.: Eine möchte eine Berufsausbildung machen, eine andere bricht sie ab. Eine hat einen Freundeskreis, eine andere sorgt durch ihr Verhalten dafür, dass diese Kontakte abbrechen.
Multiple haben Zeitlücken, leiden unter Alpträumen und traumatischen Rückerinnerungen (vor ihrem inneren Auge erscheinen blitzartig Gewaltsituationen, diese sind jedoch meist nicht mit dem Sprachzentrum im Gehirn verbunden, so dass es schwer ist davon zu berichten). Man hört Stimmen und bekommt Angst verrückt zu sein
Diese Verschiedenheit kann sehr problematisch sein. Im multiplen System gibt es oft auch Persönlichkeitsanteile, die gefährlich sind, weil sie sich beispielsweise selbst verletzen. Vor allem die Hauptperson (wenn es eine gibt), aber auch die anderen Personen müssen sich sehr viel Verständnis, Kooperation und Akzeptanz entgegenbringen und versuchen ein funktionierendes System zu werden. Aber dies braucht sehr viel Zeit.
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