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 | Depresion |
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Depression Info
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Depressionen gehören mit einem Erkrankungsrisiko von 16-20% zu den häufigsten psychischen Krankheiten. Das Zusammenwirken biologischer und psychologischer Faktoren kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Depressionen führen, die dann bei zusätzlicher Belastung zur Entstehung von depressiven Symptomen führt.
Typische Symptome einer depressiven Erkrankung sind gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und eine Verminderung des Antriebs, begleitend treten aber noch eine Vielzahl anderer Beeinträchtigungen auf. Die Diagnose einer Depression wird gestellt, wenn über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen mindestens jeweils zwei typische und zwei der übrigen Symptome vorlagen. Abhängig von der Ausprägung der Symptome und der zeitlichen Entwicklung der Erkrankung werden verschiedene Formen der Depression unterschieden.
Es gibt medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungsmethoden, letztere zielen in erster Linie auf eine aktivere Lebensgestaltung und den Abbau negativer Denkmuster ab. Der Verlauf einer depressiven Erkrankung hängt von der Anzahl der bereits erlebten depressiven Episoden, deren Dauer und Intensität sowie der Dauer der beschwerdefreien Zeit zwischen den depressiven Phasen ab. Um Rückfälle zu vermeiden, sollte eine medikamentöse Erhaltungstherapie beibehalten bzw. in der Psychotherapie Strategien erarbeitet werden, wie schon frühzeitig wiederkehrenden Symptomen entgegengewirkt werden kann.
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Verbreitung
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Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Es gibt jedoch sehr unterschiedliche Zahlen darüber, wie hoch der wirkliche Anteil derjenigen ist, die davon betroffen sind. Das hängt zum einen mit der hohen Dunkelziffer zusammen (viele Depressionen werden nicht als solche erkannt) und zum anderen mit der Definition der Krankheit. Die meisten Veröffentlichungen gehen jedoch heute davon aus, dass in Deutschland mehr als 10 Prozent der Personen im Laufe ihres Lebens eine behandlungsbedürftige Depression durchleben. Der britische NHS erklärt in einer großangelegten Informationskampagne hingegen, dass fast jeder Mensch in seinem Leben mindestens einmal an Depression leide. Diese Kampagne richtet sich insbesondere an Männer, die sich ihrer Krankheit meist schämen, diese verheimlichen und so nicht die nötige Hilfe erhalten.
Bei Frauen werden Depressionen im Durchschnitt doppelt so oft wie bei Männern diagnostiziert. Dies kann auf eine verstärkte genetische Disposition von Frauen zur Depression hinweisen, aber auch mit den unterschiedlichen sozialen Rollen und Zuschreibungen zusammenhängen, da deutlich mehr Männer an meist depressionsbedingten Suiziden sterben als Frauen. Bei Männern können sich Depressionen auch anders ausdrücken als bei Frauen, da sie aber durchschnittlich seltener in ärztliche Behandlung gehen und weniger über sich erzählen, kommt dies oft nicht zur Kenntnis.
In den vergangenen Jahren wurde in den entwickelten Ländern ein starker Anstieg der depressiven Erkrankungen beobachtet, ganz besonders in den hoch industrialisierten Ländern. Die Ursachen dafür sind noch unklar, häufig wird jedoch der Stress in der Gesellschaft (in Form von gestiegener Beanspruchung und Unsicherheit durch die persönliche und berufliche Situation) mit verantwortlich gemacht. So wurde zum Beispiel nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine schlagartige Zunahme von Depressionen und Suiziden in vielen osteuropäischen Staaten beobachtet. Eine weitere Ursache mag sein, dass die Stigmatisierung der Depression in den letzten Jahren weitgehend überwunden wurde und die Patienten heute häufiger ärztliche Behandlung suchen. Dies würde auch mit den Statistiken für Suizid übereinstimmen, nach denen im Jahre 1980 noch 18.000 Deutsche jährlich durch Suizid das Leben verloren, während es im Jahre 2000 nur noch 12.000 waren. zurück zur Übersicht
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Definition
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Gefühle von Traurigkeit und Niedergeschlagenheit kennt jeder Mensch. Insbesondere nach belastenden Ereignissen, wie einer Trennung vom Partner oder dem Tod eines geliebten Menschen, erlebt fast jeder eine Phase, in der seine Stimmung gedrückt ist. Jedoch ist es den meisten Menschen auch während dieser Zeit möglich, zumindest kurzfristig ihren Kummer zu vergessen, wenn sie z.B. im Gespräch mit anderen von ihren traurigen Gedanken abgelenkt werden. Auch wird bei "normaler" Traurigkeit dieses Gefühl mit der Zeit zurückgehen; bleibt es jedoch über lange Zeit bestehen, kann sich der Zustand zu einer Depression vertiefen.
Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung, Depressionen entsprächen einer tiefen Traurigkeit, berichten viele Betroffene weniger von einem Gefühl der Niedergeschlagenheit, sondern eher von einem als quälend erlebten Zustand von emotionaler Leere. Auch sind Depressive durch ihre Erkrankung meist in ihrer gesamten Lebensführung beeinträchtigt: Es gelingt ihnen nur schwer, alltägliche Aufgaben zu bewältigen, sie leiden unter starken Selbstzweifeln und haben das Interesse auch an den Dingen verloren, die ihnen früher wichtig waren. Auch Ablenkung und der Zuspruch anderer verschaffen depressiven Men-schen keine Erleichterung.
Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Krankheiten: Das Risiko, im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, liegt bei 16-20%. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Nach einer depressiven Phase liegt das Risiko, erneut an einer Depression zu erkranken, bei etwa 50%. zurück zur Übersicht
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Ursachen
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Die Ursachen, die zu einer Depression führen, sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Es ist wohl, wie bei vielen Erkrankungen, von einer Multikausalität auszugehen, das heißt, dass sowohl biologische Faktoren, wie entwicklungsgeschichtliche Erlebnisse, wie auch schließlich aktuelle Ereignisse eine Rolle spielen können. Im Einzelfall kann dabei die Ursache mehr bei einem der genannten Pole liegen. Arbeitsplatzverlust, gescheiterte Beziehung sowie Vereinsamung lösen nicht selten eine Depression aus.
Soziale Ursachen Enttäuschungen, tatsächliche Fehler, schwerwiegende persönliche Verluste und Stress werden von verschiedenen Menschen und zu verschiedenen Zeitpunkten verschieden gut ertragen und können gegebenenfalls, wenn nicht ausreichend verarbeitet, zur Depression führen. Manche dieser Zusammenhänge haben einen direkten gesellschaftlichen Bezug und werden daher auch soziale Ursachen genannt. Es aber fast immer um eine Kombination von Faktoren, die eine Depression verursachen und ein Frage der Perspektive und der Erkenntnisinteressen welche fokussiert werden.
Psychische Ursachen Neben der Möglichkeit einer genetischen Disposition stellt beispielsweise das Erleben von Entwertung, Erniedrigung und Verlust in engen Beziehungen ein hohes Risiko für das Entstehen einer Depression dar. Auch Stresssituationen (siehe unten) scheinen als Ursache eine Rolle zu spielen.
Als psychische Ursachen für die Depression werden, besonders von psychoanalytisch orientierten Psychologen wie Heinz Kohut und Donald W. Winnicott, auch dysfunktionale Familien beschrieben. Hier sind die Eltern mit der Erziehungsarbeit überfordert, und von den Kindern wird erwartet, dass sie problemlos „funktionieren“, um das fragile familiäre System nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Besonders Kinder, die auf solch eine Überforderung mit der bedingungslosen Anpassung an die familiären Bedürfnisse reagieren, sind später depressionsgefährdet. Als handlungsleitendes Motiv kann nun das s ändige Erfüllen von Erwartungen entstehen. Die so entstandenen Muster können lange auf einer latenten Ebene bleiben, und beispielsweise durch narzisstische Größenphantasien oder ein Helfersyndrom kompensiert werden. Erst wenn die depressive Überforderung ein nicht mehr erträgliches Maß erreicht, wird aus der latenten eine manifeste Depression. Diese psychischen Ursachen hinterlassen in der Regel physisch nachweisbare Reaktionen im Gehirn.
In der Psychoanalyse gilt Depression als eine gegen sich selbst gerichtete Wut.
Depression als Folge von Hilflosigkeitserfahrungen Ein ganz anderes psychologisches Erklärungsmodell stellt das Konzept der „Erlernten Hilflosigkeit“ dar, welches bestimmte Lernvorgänge im Leben eines Menschen als ursächlich für destruktive Denk- und Verhaltensmuster ansieht, die eine Depression zur Folge haben können.
Nach Seligmans Depressionsmodell werden Depressionen durch Gefühle der Hilflosigkeit bedingt, die auf unkontrollierbare, aversive Ereignisse folgen. Entscheidend für die erlebte Kontrollierbarkeit von Ereignissen sind die Ursachen, auf die die Person ein Ereignis zurückführt. Nach Seligman führen Attributionen aversiver Ereignisse auf internale, globale und stabile Faktoren zu Gefühlen der Hilflosigkeit, die wiederum zu Depressionen führen. Mittels Seligmans Modell lässt sich die hohe Komorbidität zu Angststörungen erklären: Allen Angststörungen ist gemein, das die Personen ihre Angst nicht oder sehr schlecht kontrollieren können, was zu Hilflosigkeits- und im Verlauf der Störung auch zu Hoffnungslosigkeitserfahrungen führt. Diese wiederum sind, laut Seligman, ursächlich für die Entstehung von Depressionen.
Kognitionen als Ursache Im Zentrum von Becks Depressionsmodell stehen kognitive Verzerrungen der Realität durch den Depressiven. Ursächlich dafür sind, laut Beck, negative kognitive Schemata oder Überzeugungen, die durch negative Lebenserfahrungen ausgelöst werden. Kognitive Schemata sind Muster, die sowohl Informationen beinhalten als auch zur Verarbeitung von Informationen benutzt werden und somit einen Einfluss auf Aufmerksamkeit, Enkodierung und Bewertung von Informationen haben. Durch Benutzung dysfunktionaler Schemata kommt es zu kognitiven Verzerrungen der Realität, die im Falle der depressiven Person zu pessimistischen Sichtweisen von sich selbst, der Welt und der Zukunft führen (negative Triade). Als typische kognitive Verzerrungen werden u.a. willkürliche Schlüsse, selektive Abstraktion, Übergeneralisierungen und Über- oder Untertreibungen angesehen. Die kognitiven Verzerrungen verstärken rückwirkend das Schema, was zu einer Verfestigung der Schemata führt. Jedoch ist unklar ob kognitive Fehlinterpretationen, bedingt durch die Schemata, die Ursache der Depression darstellen oder ob durch die Depression kognitive Fehlinterpretationen erst entstehen.
Stress als Ursache Als natürlicher Schutzmechanismus wird im Gehirn in Gefahrensituationen die Produktion von Serotonin gehemmt. Dieser Vorgang ist nachweisbar, während der hochkomplexe individuelle Sozialisationsprozess und das charakterlich-affektive Verhalten im Erleben des Menschen nicht so einfach nachzuweisen ist. Die verminderte Serotoninproduktion ist eine mögliche Reaktion des Gehirns auf interpersonelle (zwischenmenschliche) oder intrapersonelle (selbstreflektierte) Stressinteraktionen des Menschen. Sie spielt eine Schlüsselrolle bei weitsichtigem Denken, was aber in Gefahrensituationen nicht sinnvoll ist. Normalisiert sich die Situation wieder, so normalisiert sich beim gesunden Menschen auch die Serotoninproduktion wieder – der Betreffende denkt wieder klar.
Besonders wenn mehrere Stresssituationen über einen Zeitraum von einigen Jahren anhalten, kann es vorkommen, dass sich die Serotoninproduktion nicht mehr normalisiert, wenn schließlich doch wieder eine ruhigere Phase im Leben eintritt. Depressionen werden im Alter von etwa 30 Jahren verstärkt beobachtet, zu einem Zeitpunkt also, da bei manchen Menschen nach einer stressreichen Jugendzeit das Leben in ruhigeren Bahnen verläuft. Das Serotoninniveau bleibt niedrig, und nun wird nicht mehr Stress im Leben bewältigt, sondern ein normaler, nicht übermäßig aufregender Alltag gedämpft. An dieser Stelle setzt die Depression ein. Das weitsichtige Denken ist gestört, was aber notwendig ist, um sich auf künftige Ereignisse freuen zu können. Viele psychologische Selbstschutzmechanismen (etwa der Gedankengang, dass an einem Problem auch andere schuld sein könnten, und nicht man selbst) sind bei Depressionserkrankten offenbar „ausgehebelt“ oder konnten sich gar nicht erst ausbilden.
Eine anfängliche Krise kann einen Kranken in einen Teufelskreis reißen, den er allein nur sehr schwer wieder durchbrechen kann: Im Verlauf der Erkrankung zeigt sich, dass – gerade bei lange andauernden Depressionen – die Krankheit so stark in das Leben der Betroffenen eingreift, dass zwischenmenschliche Beziehungen und auch zum Beispiel schulischer und beruflicher Erfolg darunter zu leiden haben. Das durch die Krankheit bedingte Ausbleiben von Erfolgserlebnissen beziehungsweise das häufigere Erleben von Rückschlägen im eigenen Fortkommen führt dann wieder in das die Depression bestimmende Denkmuster von Hilfs- und Hoffnungslosigkeit.
Im Blut und Urin von Depressiven lassen sich in der Regel überhöhte Mengen des Stresshormons Kortisol nachweisen.
Physische Ursachen Insbesondere in älteren Diagnoseansätzen der Schulmedizin wird diesen neuronalen Veränderungen an sich die auslösende Ursache für die Krankheit zugeschrieben. Andere Diagnoseansätze fokussieren mehr auf die Auslöser der biochemischen Veränderungen in der Umwelt und den Lebensgewohnheiten des Patienten.
Ein weiterer exogener beziehungsweise biogener Auslöser ist die Lichtaufnahme. Bei der so genannten saisonalen, auch: Winter- oder Herbstdepression (siehe oben) treten durch den Mangel an Sonnenlicht regelmäßig über die Wintermonate depressive Symptome auf, die im Frühjahr wieder abklingen.
Auch die Antibabypille kann schwere Depressionen auslösen, da einige Frauen sehr empfindlich auf die chemischen Hormone reagieren. Auslöser sind hierbei vor allem die Gestagene.
Depressionen werden auch häufig durch Medikamente verursacht.[2] So ist z.B. von Malaria-Prophylaxe-Präparaten bekannt, dass sie Depressionen auslösen können. Diese Nebenwirkung ist daher als Warnhinweis im Beipackzettel enthalten. zurück zur Übersicht
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Symtome
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Neben den bereits genannten Hauptsymptomen können unter anderem das Gefühl der Minderwertigkeit, Hilf- und Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, sinnloses Gedankenkreisen, langsameres Denken, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, vermindertes Gefühlsleben bis hin zur Unfähigkeit des Zeigens einer Gefühlsreaktion und verringertes sexuelles Interesse auftreten. Häufig tritt bei einer akuten Depression auch eine völlige Unmotiviertheit auf. Die Betroffenen werden passiv und sind zum Teil nicht in der Lage, einfachste Tätigkeiten wie Einkaufen und Abwaschen zu verrichten. Bereits das morgendliche Aufstehen kann dann Probleme bereiten („Morgenloch“).
Negative Gedanken und Eindrücke werden häufig überbewertet und positive Aspekte nicht wahrgenommen beziehungsweise für zufällig gehalten.
Depressionen äußern sich oft auch in körperlichen Symptomen (Vitalstörungen) wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme, Verspannungen, Schmerzempfindungen im ganzen Körper, Kopfschmerzen und verlangsamten Bewegungen. Auch kann eine verstärkte Infektionsanfälligkeit beobachtet werden. Die Schlafstörungen äußern sich dabei meist in großer Tagesmüdigkeit, Durch- und Einschlafstörungen sowie frühmorgendlichem Aufwachen und Wachbleiben mit Kreisdenken. Je nach Schwere der Depression kann diese mit latenter oder akuter Suizidalität verbunden sein. Es wird vermutet, dass der größte Teil der jährlich zirka 12.000 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist. Demnach würden mehr Menschen in Deutschland an den Folgen einer klinischen Depression sterben als an Verkehrsunfällen. zurück zur Übersicht
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Diagnose
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Um die Diagnose einer Depression zu stellen, müssen über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen mindestens zwei der typischen Beschwerden (gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und Antriebsminderung) und zwei der übrigen Symptome vorliegen.
Depressive Erkrankungen werden abhängig davon, wie viele Symptome vorhanden sind, in drei Schweregrade (leicht, mittelgradig, schwer) unterteilt. Ein weiteres Kriterium dafür, welche Diagnose gestellt wird, richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung: Tritt eine einzelne Phase depressiver Beschwerden auf, spricht man von einer depressiven Episode. Treten solche Episoden wiederholt auf, wird die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung gestellt. Bei manchen Patienten sind die Symptome nicht stark genug ausgeprägt, um eine depressive Episode feststellen zu können, sie klagen aber über eine über Jahre anhaltende depressive Verstimmung. Bei einer solchen anhaltenden Stimmungsbeeinträchtigung wird die Diagnose Dysthymia gestellt.
Zur Feststellung, welche und wie viele Symptome bei der betreffenden Person vorliegen, dient dem Psychologen oder Arzt in erster Linie ein ausführliches Gespräch, in dem die verschiedenen Bereiche, in denen Beeinträchtigungen vorliegen können, abgefragt wer-den. Als Hilfestellung dazu liegen Interviewleitfäden vor. Auch gibt es eine Reihe von Fragebögen, mit deren Hilfe erfasst wird, ob und in welchem Ausmaß depressive Symptome in der vergangenen Zeit vorlagen. Diese Fragebögen gibt es sowohl als Selbsturteilungsverfahren für die Betroffenen selbst, als auch als Fremdbeurteilungsinstrument für den behandelnden Arzt oder Psychologen. Neben der Diagnose dienen diese Fragebögen später im Verlauf der Behandlung auch dazu, festzustellen, in wieweit und in welchen Bereichen bereits Verbesserungen aufgetreten sind.
Eine genaue Diagnose wird aufgrund der Komplexität von psychischen Erkrankungen oft erst vom Experten, das heißt vom psychologischen Psychotherapeuten oder Psychiater gestellt.
Verbreitete Diagnosewerkzeuge sind die Hamilton-Depressionsskala (HAMD), das Beck-Depressionsinventar (BDI) und das Inventar depressiver Symptome (IDS).
In einigen Fällen ist die Depression mit anderen Erkrankungen verbunden, so dass sie von den behandelnden Ärzten nicht direkt erkannt wird.
In der ICD-10 fallen Depressionen unter dem Schlüssel F32.- und werden als „Depressive Episode“ bezeichnet. Unterarten sind: * F32.0 Leichte depressive Episode * F32.1 Mittelgradige depressive Episode * F32.2 Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome * F32.3 Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen * F32.8 Sonstige depressive Episoden * F32.9 Depressive Episode, nicht näher bezeichnet
Die Kernsymptome einer depressiven Episode sind * Antriebshemmung, zu der auch eine Denkhemmung gehört, * Stimmungseinengung, * innere Unruhe und * Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten
24-Stundenrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten Biorhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt. zurück zur Übersicht
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Unterschiedliche Formen
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Tiefenpsychologisch und analytisch ausgerichtete Theorien unterscheiden zwischen der endogenen Depression (endogen bedeutet aus sich selber heraus), die ohne erkennbare Ursache auftritt (und bei der auch eine genetische Mitverursachung vermutet wird), der neurotischen Depression – oder auch Erschöpfungsdepression – (verursacht durch länger andauernde belastende Erfahrungen in der Lebensgeschichte) und der depressiven Reaktion (auch: reaktive Depression – als Reaktion auf ein eher kurz zurückliegendes belastendes Ereignis).
Neue, eher deskriptiv (beschreibend) ausgerichtete Diagnose-Schemata, wie die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) unterscheiden zwischen Episoden (einzelnen Vorkommen von Depression beziehungsweise Manie) und rezidivierenden Störungen (wiederholtes Vorkommen von Episoden). Die Schwere der Depression wird mit leicht, mittelgradig oder schwer bezeichnet, hinzukommen können psychotische Störungen.
Bei der seltener anzutreffenden bipolaren affektiven Störung kommen Depressionen und Manien (die sich durch unkontrollierte Hyperaktivität, übernormal gehobene oder gereizte Stimmung oder getriebene Missmutigkeit und durch mangelnde Kritikfähigkeit auszeichnen) in zeitlich unterschiedlich langen Phasen vor, daher auch die ältere Bezeichnung manisch-depressive Erkrankung. In leichter, aber über Jahre andauernder Form wird sie als Zyklothymie bezeichnet.
Das langandauernde Pendant zur (nicht manischen) Depression ist die Dysthymie. Statt Manien können bei der bipolaren Störung auch Hypomanien vorkommen, die nicht so stark ausgeprägt sind, und die oft übersehen werden oder bei Ärzten nicht geschildert werden (der Betroffene fühlt sich ja dabei gut). So stecken hinter einer rezidivierenden Depression oft bipolare Störungen, die anders behandelt werden sollten.
Manche Psychiater diagnostizieren eine spezielle Winterdepression, die durch Mangel an Sonnenlicht begünstigt wird. Eine weitere Sonderform ist die Altersdepression: bei den 70- bis 74-jährigen sind 14 % depressiv, bei über 80-jährigen sind es 42 %, auch hier Frauen doppelt so häufig wie Männer. Diese Zahlen belegen, dass ältere Menschen häufiger an Depression erkranken als jüngere. Allerdings gehen die Alterspsychiater heute davon aus, dass es keine spezielle Altersdepression gibt, sondern alle Formen der Depression auch im höheren Lebensalter vorkommen können.
Bei etwa 10 % der Frauen kommt es nach einer Geburt zu einer postpartalen Depression, für die hormonelle Ursachen vermutet werden.
Eine Sonderform der Depression ist die anaklitische Depression (Anaklise = Abhängigkeit von einer anderen Person) bei Babys und Kindern, wenn diese allein gelassen oder vernachlässigt werden. Die anaklitische Depression äußert sich durch Weinen, Jammern, anhaltendes Schreien und Anklammern und kann in psychischen Hospitalismus übergehen.
Letztendlich können auch organisch bedingte Depressionen entstehen. (z. B. durch eine Hypothyreose ) zurück zur Übersicht
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Depression als Begleiterscheinung
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Verschiedene körperliche Zustände oder Erkrankungen können die Ursache einer symptomatischen Depression sein. Dazu zählen viele Hormonstörungen, beziehungsweise Veränderungen im Regelkreis der Hormone, zum Beispiel Umstellung der Sexualhormone nach der Schwangerschaft oder während der Pubertät, bei Schilddrüsenfunktionsstörungen und Hypophysen- oder Nebennierenerkrankungen. Ebenso stehen bestimmte Viren wie z. B. das Borna Virus in Verdacht zu funktionellen Störungen des Gehirns beizutragen, welche letztendlich zu Depressionen führen. Auch können medikamentöse Therapien Depressionen auslösen, so etwa Betablocker aber auch viele andere Medikamente, etwa die Therapie mit gewissen Immunmodulatoren bei Hepatitis.
Bei korrekter Anamnese und fachgerechter Behandlung der Grunderkrankung ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass auch die Depression verschwindet. Beispielsweise leiden Personen mit stark schwankenden Blutzucker häufig unter depressiver Verstimmung. Wenn durch geeignete Maßnahmen wie Ernährungsumstellung, Sport oder ggf. Diabetesbehandlung der auslösende Zustand Blutzuckerschwankung beseitigt wird, mildert sich auch die vermeintlich psychisch bedingte Depression ab.
Auch Umweltgifte wie z. B. Schwermetalle oder Holzschutzmittel stehen in Verdacht, eine Depression verursachen zu können.
Betrachtung aus physiologischer Sicht Die Depression gehört zu den affektiven Störungen, wie auch die Manie und die manisch-depressive Erkrankung. Als gesichert gilt, dass bei jeder bekannten Form der Depression das serotonale und/oder noradrenale System gestört ist, das heißt, der Spiegel dieser Neurotransmitter ist zu hoch oder zu niedrig, oder die Resorption/Reizbarkeit der Synapsen ist verändert. Vollkommen unklar ist jedoch, ob die Veränderung im Serotoninspiegel eine Ursache oder eine Folge der depressiven Erkrankung ist.
Die medikamentöse Behandlung mit modernen Antidepressiva setzt bei der Veränderung des Serotonin- und/oder des Noradrenalinspiegels an.
Genetische Ursachen Aus der Zwillingsforschung ist bekannt, dass eine genetische Komponente bei der Neigung zu Depressionen wahrscheinlich ist. Vermutlich sind mehrere Gene für eine Anfälligkeit gegenüber Depressionen verantwortlich, so hat man etwa bei Depressiven eine relevant häufige Mutation auf dem Gen 5-HTT entdeckt.
Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien legen nahe, dass bei manchen Menschen eine genetisch bedingte Empfindlichkeit für Depression besteht. Zwillingsstudien weisen darauf hin, dass im Vergleich zu Effekten der gemeinsamen familiären Umgebung genetischen Faktoren die entscheidende Bedeutung zuzukommen scheint.[3] So sei das Risiko für Kinder, bei denen ein Elternteil depressiv erkrankt ist, bei 10–15%, ebenfalls zu erkranken und bei vorhandener Erkrankung beider Elternteile von 30–40%.
Die Zwillingsstudien zeigen umgekehrt aber auch, dass der genetische Faktor nur ein Teilfaktor ist. Selbst bei identischer genetischer Ausstattung erkrankt der Zwillingspartner des depressiven Patienten in weniger als der Hälfte der Fälle. Beim Entstehen einer Depression spielen immer auch Umweltfaktoren eine Rolle. Darüber, wie die mögliche genetische Grundlage der Depression allerdings aussehen könnte, besteht keine Einigkeit. Einvernehmen herrscht im Moment nur darüber, dass es ein isoliertes „Depressions-Gen“ nicht gibt.
Zu bedenken ist, dass zwischen genetischen Faktoren und Umweltfaktoren komplizierte Wechselbedingungen (Genom-Umwelt-Kovarianz) bestehen können. So können genetische Faktoren z.B. bedingen, dass ein bestimmter Mensch durch eine große Risikobereitschaft sich häufig in schwierige Lebenssituationen manövriert. [4] Umgekehrt kann es von genetischen Faktoren abhängen, ob ein bestimmter Mensch mit einer psychosozialen Belastung gut zurecht kommt oder depressiv erkrankt. zurück zur Übersicht
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Therapie
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Weil Depressionen auf biologische und psychologische Ursachen zurückzuführen sind, verläuft auch die Behandlung meist auf zwei Ebenen: Es kommen medizinische und psychotherapeutische Behandlungsmethoden zum Einsatz, häufig werden die beiden auch parallel angewendet.
Medizinische Behandlung Bei der medizinischen Behandlung stehen Medikamente im Vordergrund. Es kommen verschiedene Antidepressiva zum Einsatz, gemeinsam ist ihnen, dass sie auf das gestörte Gleichgewicht der Hirnbotenstoffe einwirken. Die Wirkung dieser Medikamente setzt erst nach etwa zwei bis drei Wochen ein. Da Antidepressiva zu Nebenwirkungen führen können (z.B. Übelkeit, verschwommenes Sehen), fällt es vielen Patienten schwer, diese erste Zeit durchzustehen. Um aber feststellen zu können, ob das Medikament anschlägt, ist es wichtig, die Tabletten kontinuierlich zu nehmen. Meist lassen die Nebenwirkungen auch mit der Zeit nach. Bei anhaltenden starken Nebenwirkungen, oder wenn die Wirkung auch nach drei Wochen ausbleibt, ist der Wechsel zu einem anderen Präparat sinnvoll. Auch nach Abklingen der Symptome sollten Antidepressiva noch eine zeitlang weiter genommen werden, um Rückfälle zu vermeiden. Allerdings können nach dem Absetzen der Medikamente die Symptome wieder auftreten.
Neben der medikamentösen Behandlung werden auch Schlafentzug (bei starken Schlafstörungen) und Lichttherapie (meist bei Depressionen, die in der dunklen Jahreszeit auftreten) in der medizinischen Depressionsbehandlung eingesetzt.
Psychotherapeutische Behandlung Die psychotherapeutische Behandlung nähert sich mit unterschiedlichen Methoden den Bereichen, die durch die depressive Erkrankung beeinträchtigt sind: Um gegen den aktivitäts- und Interessenverlust und den damit einhergehende Mangel an positiven Erfahrungen anzugehen, erarbeiten Therapeut und Patient gemeinsam eine aktivere Tagesstruktur. Dabei werden bewusst gewählte angenehme Tätigkeiten mit eingebaut. Dadurch soll der zunehmende Rückzug des Betroffenen, der auch dazu führt, dass immer weniger positive Dinge erlebt werden und so die Depression verstärkt wird, aufgehalten werden.
Anfangs fällt es depressiven Patienten oft schwer, ihr Leben wieder aktiver zu gestalten, mit der Zeit wird aber meist spürbar, dass sich dies positiv auf ihre Stimmung auswirkt. Um auch im sozialen Umfeld wieder befriedigendere Beziehungen herstellen zu können, wird mit den Betroffenen auch in Kommunikationsübungen und Rollenspielen der positive Umgang mit anderen geübt. Ein wichtiger Ansatzpunkt in der Psychotherapie sind auch die negativen Denkmuster, die die Sicht der Depressiven auf sich und die Welt prägen. Zunächst geht es darum, herauszuarbeiten, mit welcher Einstellung die jeweilige Person sich und ihrem Umfeld begegnet und wie sich diese auf das eigene Befinden auswirken. Diese Haltung wird dann in der Therapie hinterfragt und gemeinsam hilfreichere Denkmuster entwickelt. Gegen Ende der Therapie geht es darum, Strategien zu erarbeiten, wie zukünftig Rückfälle vermieden werden können: Der Patient soll danach in der Lage sein, Anzeichen für eine mögliche Verschlechterung zu erkennen und rechtzeitig (z.B. wieder durch eine bewusste Tagesstrukturierung) gegenzusteuern.
Nach dem Abklingen der akuten depressiven Symptome, kann es auch sinnvoll sein, in einer tiefenpsychologischen Behandlung den Ursachen der Erkrankung genauer auf den Grund zu gehen. Dabei werden in erster Linie Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend bearbeitet und Störungen in aktuellen sozialen Beziehungen besprochen. zurück zur Übersicht
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Verlauf
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Depressive Erkrankungen verlaufen je nach Patient sehr unterschiedlich. Entscheidenden Einfluss haben dabei die Anzahl der bereits erlebten depressiven Episoden, deren Dauer und Intensität sowie die Dauer der beschwerdefreien Zeit zwischen den depressiven Phasen.
Die Dauer einer depressiven Episode beträgt in der Regel etwa fünf Monate, die Zeit zwischen den depressiven Phasen liegt durchschnittlich bei etwa vier bis fünf Jahren. Bei bis zu zwei Drittel der Patienten kann eine weitgehende Verbesserung erricht werden, so dass ihr Alltag - wenn überhaupt - nur noch wenig durch die depressiven Symptome beeinträchtigt wird. Das Risiko, dass eine Depression chronisch wird, beträgt 10-20%, die Selbsttötungsrate liegt bei etwa 15%.
Die Prognose wird von folgenden Faktoren beeinflusst: Frauen sowie Menschen, die früh erkrankt sind oder schon früher depressive Episoden erlebt haben, haben ein erhöhtes Risiko, erneut depressiv zu werden. In diesem Zusammenhang kommt der Vorbeugung von Rückfällen durch eine medikamentöse Erhaltungstherapie und psychotherapeutische Strategien eine besondere Bedeutung zu.
Zu den Komplikationen bei Depressionen gehört, dass in über 75% der Fälle gleichzeitig andere Beschwerden vorliegen: Neben körperlichen Erkrankungen wie Asthma und Herzerkrankungen sind auch begleitende psychische Störungen wie Angsterkrankungen, Essstörungen und Substanzmissbrauch häufig. Dabei ist in manchen Fällen die Depression Ursache für weitere Erkrankungen, in anderen eher die Folge. zurück zur Übersicht
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Vorbeugen
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Gerade in schwierigen Lebensphasen, die die Entstehung von Depressionen begünstigen, kann das eigene Verhalten das Auftreten depressiver Symptome beeinflussen: Durch die bewusste Planung positiver Aktivitäten, die Wertschätzung auch kleiner Erfolge und das Fördern ermutigender Denkmuster wird das Risiko, an einer Depression zu erkranken, gesenkt.
Trotzdem können bei bestehender Anfälligkeit, gerade in belastenden Lebenssituationen, Depressionen auftreten. Für die Betroffenen ist es dann oft schwierig zu unterscheiden, ob ihr Befinden einfach eine normale Reaktion auf schwierige Lebensumstände ist, oder ob depressive Symptome vorliegen. Sollten die Beschwerden anhalten und auch z.B. durch eine Verbesserung der Umstände nicht geringer werden, ist es ratsam, sich früh professionelle Hilfe zu suchen. Je später eine Behandlung der Depression beginnt, desto schlechter sind die Heilungschancen: Mit der Zeit verfestigen sich negative Denkmuster und das Erleben positiver Ereignisse wird durch den fortschreitenden Rückzug immer seltener.
Bei der Behandlung von Depressionen ist es wichtig, die Therapie fortzuführen, bis eine Stabilisierung erreicht wurde und auch Maßnahmen zur Rückfallvorbeugung getroffen wurden. Neben der Beibehaltung der in der Behandlung erreichten Verhaltensänderungen, ist es für die Betroffenen auch nach der Therapie wichtig, ihr Befinden weiterhin zu beobachten (z.B. durch Führen eines Tagebuchs), um so bei Anzeichen für eine wiederkehrende Depression schnell gegensteuern zu können. zurück zur Übersicht
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Quellen und weiterführende Materialien
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http://www.kompetenznetz-depression.de/ http://www.depression.de http://www.depression.ch http://www.medizinfo.de http://www.depress-online.de
Literatur Selbsthilfe-Bücher und Ratgeber * Blum, D., Dauenhauer, M. (2004, 2.Aufl.). Und wo bleibe ich? Leben mit depressiven Menschen. Ein Leitfaden für Angehörige. DVG, Ostfildern, ISBN 3-929976-03-X * Hegerl, U., Althaus, D., & Reiners, H. (2005). Das Rätsel Depression: Eine Krankheit wird entschlüsselt. München: Beck. ISBN 3406528996 * Merkle, Rolf (2001). Wenn das Leben zur Last wird: Ein praktischer Ratgeber zur Überwindung seelischer Tiefs und depressiver Verstimmungen (9. Aufl.). Mannheim: PAL. ISBN 3923614470 [basiert auf der kognitiven Verhaltenstherapie] * Merkle, Rolf (1995). Nie mehr deprimiert: Selbsthilfeprogramm zur Überwindung negativer Gefühle (4. Aufl.). München: mvg-Verlag. ISBN 3636070320 * Niklewski, Günter, & Riecke-Niklewski, Rose (2003). Depressionen überwinden: Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Helfer (2. Aufl.). Berlin: Stiftung Warentest. ISBN 3931908836 * Schwartz, Dieter (2004). Vernunft und Emotion: Die Ellis-Methode (4. Aufl.). Dortmund: Borgmann. ISBN 3861451654 [Darstellung der rational-emotiven Verhaltenstherapie von Albert Ellis]
Fachbücher zur Psychotherapie der Depression * Beck, A. T., Rush, A. J., Shaw, B. F., Emery, G. (2001). Kognitive Therapie der Depression (2. Aufl.). Weinheim: Beltz. * Hautzinger, Martin (2003). Kognitive Verhaltenstherapie bei Depressionen (6. Aufl.). Weinheim: Beltz. * Schramm, Elisabeth (2003). Interpersonelle Psychotherapie (2. Aufl.). Stuttgart: Schattauer. * Mentzos, Stavros (1995). Depression und Manie. Psychodynamik und Therapie affektiver Störungen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Bücher zur Pharmakotherapie * Benkert, Otto (2001). Psychopharmaka: Medikamente, Wirkung, Risiken (2. Aufl.). München: Beck. * Benkert, O., & Hippius, H. (2003). Kompendium der psychiatrischen Pharmakotherapie. Berlin: Springer. * Laux, Gerd (2002). Psychopharmaka (7. Aufl.). München: Urban&Fischer. * Woggon, Brigitte (2005) Behandlung mit Psychopharmaka (2. Auflage). Bern: Hans Huber. ISBN 3-456-83538-8
Bücher von Betroffenen * Josuran, R., Hoehne, V., (& Hell, D.). (2003). Mittendrin und nicht dabei: Mit Depressionen leben lernen. Düsseldorf: Econ. * Kuiper, Piet C. (1996). Seelenfinsternis: Die Depression eines Psychiaters. Frankfurt a. M.: Fischer. * Naef, Adrian (2003). Nachtgängers Logik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. * Noy, Gisela (2000). Grauzeit: Mein Weg aus der Depression. Bonn: Psychiatrie-Verlag. * Solomon, Andrew (2001). Saturns Schatten: Die dunklen Welten der Depression (H. G. Holl, Übers.). Frankfurt a. M.: Fischer. * Styron, William (1991). Sturz in die Nacht: Die Geschichte einer Depression (W. Winkler, Übers.). Köln: Kiepenheuer&Witsch. (Orig. ersch. 1990)
Weitere Bücher * Dilling, H., Mombour, W., Schmidt, M. H., Schulte-Markwort, E. (Hgg.). (1994). Internationale Klassifikation psychischer Störungen / ICD-10 Kapitel V (F): Forschungskriterien (E. Schulte-Markwort & W. Mombour, Übers.). Bern: Huber. * Flach, Frederic F. (2000). Depression als Lebenschance: Seelische Krisen und wie man sie nutzt (N. Th. Lindquist, Übers.). Reinbek b. Hamb.: Rowohlt. (Orig. ersch. 1974) * Giger-Bütler, Josef (2003). Sie haben es doch gut gemeint: Depression und Familie. Weinheim: Beltz. * Gmür, Pascale (2000). MutterSeelenAllein. Erschöpfung und Depression nach der Geburt Zürich: verlag pro juventute. ISBN 3-7152-1013-3 * Hell, Daniel (1994). Welchen Sinn macht Depression?. Reinbek b. Hamb.: Rowohlt. * LeDoux, Joseph E. (2001). Das Netz der Gefühle. München: dtv., ISBN 3423362537 * Nuber, Ursula (2000). Depression – die verkannte Krankheit: Wissen, behandeln, mit der Krankheit leben. Zürich: Kreuz.
Artikel in Zeitschriften * Brigitta Bondy: Das Krankheitsbild der Depression. Pharmazie in unserer Zeit 33(4), S. 276–281 (2004), ISSN 0048-3664 * Michael M. Berner: Die Behandlung der Major Depression. Pharmazie in unserer Zeit 33(4), S. 304–310 (2004), ISSN 0048-36643 zurück zur Übersicht
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